Die Geschichte von Conny
Manchmal machen persönliche Erlebnisse deutlich, wie ernst Sepsis sein kann. Eine Betroffene, Conny (@connyyy_76), hat ihre Erfahrung öffentlich geteilt und möchte damit andere sensibilisieren:

„Ich habe 2022 nur knapp einen septischen Schock überlebt. Mein Herz blieb stehen, meine Organe versagten – ich lag im Koma, meine Familie wurde gebeten, Abschied zu nehmen. Die Chancen waren schlecht.
Ich habe gekämpft – gegen Schmerzen, Angst und Dunkelheit. Sechs Monate war ich isoliert im Krankenhaus, weitere Monate im Pflegebett zu Hause. Mein Körper ist gezeichnet: Ich habe Amputationen an Arm, Bein, Fingern und Zehen hinter mir, große Teile meiner Bauchdecke mussten entfernt werden.
Was mich gehalten hat? Meine Familie. Ohne sie hätte ich das nicht geschafft. Heute lebe ich in einem völlig veränderten Körper – mit Narben, aber auch mit neuem Mut. Deshalb spreche ich über Sepsis. Sie kann jeden treffen – und es ist wichtig, die Warnzeichen zu kennen.“
Frühe Symptome wie anhaltende Müdigkeit, starke Schmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Schwitzen und Atemnot wurden bei Conny zunächst nicht ernst genommen. Erst als die Infektion lebensbedrohlich wurde, kam die Diagnose. Rückblickend beschreibt sie diese Tage als „unvorstellbar schmerzhaft“.
Heute setzt sie sich gemeinsam mit anderen Überlebenden dafür ein, dass Sepsis bekannter wird – und dass niemand die Warnzeichen übersieht.
Eine Anlaufstelle: Selbsthilfegruppe „Leben nach Sepsis“
Aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus hat Conny die Selbsthilfegruppe „Leben nach Sepsis“ ins Leben gerufen. Dort finden Betroffene und Angehörige Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung.
Mehr Infos findest du hier: Selbsthilfegruppe Leben nach Sepsis